Ostbek Cowboys sind Hamburger Meister

Die Haare werden weniger oder grauer, das Trikot spannt hier und da, Rücken, Knie, Schultern knarzen, aber wen juckt’s? Die Ostbek Cowboys (2. Herren des Oststeinbeker SV) haben das nächste Husarenstück abgeliefert: die Titelverteidigung in der Volleyball-Verbandsliga, der höchsten Spielklasse in Hamburg. Fünfzehn Siege in Folge bei nur acht Satzverlusten bedeuten erneut die souveräne Meisterschaft (ein Spieltag steht Ende Februar noch an). „Wir könnten zwar die Väter der meisten Gegner sein“, sagte Erfolgsspielertrainer Jörn „Schnippel“ Schneider, 46 Jahre, „aber irgendwie wissen wir, wie man gewinnt. Und machen das dann auch immer.“
Meist liegt das Durchschnittsalter der Cowboys auf dem Feld klar jenseits der 40, aber sie zehren von der Substanz der alten Zeiten, als im Kern diese Mannschaft in die 2. Bundesliga aufstieg, dort die Klasse halten konnte, den Grundstein legte für Oststeinbeks sieben Jahre in 2. und 1. Bundesliga. Und nun? Wollen sie tatsächlich wieder aufsteigen – die Regionalliga Nord als womöglich letzter Gipfel so mancher Jahrzehnte währen der Karriere.

„Es gibt noch ein paar Dinge zu klären, vor allem sollte unsere ‚Erste‘, die Pirates, unbedingt ihren Regionalliga-Platz sichern (mit Unterstützung des Cowboys und ehemaligen Erstliga-Kapitäns Jan Buhrmester konnten die Pirates gegen die VSG Lübeck mit 3:1 gewinnen und den Abstiegskampf wieder offen gestalten).  „Aber wir Cowboys wollen dieses Mal mit aller Macht hoch“, sagt Oststeinbeks Abteilungschef und Trainerbruder Jan Schneider, 48 Jahre. „Noch mal die ganze Halle bespielen, noch mal zum Warmmachen die Musik aufdrehen, Adrenalin pur. Sehen, wie sich die Tribünen füllen. Und dann geht´s ab.“ Das Ziel ist klar: ein Heimspiel gewinnen. Irgendwie. Und vielleicht ja noch eins. Und noch eins.

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