Regionalliga: Cowboys vor schwerem Gastspiel in Lübeck

Sowas nennt man wohl einen Logenplatz: Arne Kämpfer, Kapitän der Walddörfer SV Cowboys (aka Ostbek Cowboys), leitete zum Saisonauftakt als 2. Schiedsrichter das knappe Match VG WiWa Hamburg gegen VSG Lübeck (1:3) – und kann nun vor dem bevorstehenden Gastspiel seines Teams in Lübeck (Sonntag, 16 Uhr) aus eigener Anschauung den Mitspielern von den Stärken der Hausherren berichten. „Das wird interessant“, sagt Kämpfer. „Lübeck hat eine, nicht nur aus Cowboys-Sicht, echt junge, athletische Mannschaft. Sie werden uns mit ihrem hohen Block einige Nüsse zu knacken geben. Was sie gespielt haben, hat mir gefallen.“

Die Cowboys wären aber nicht die allwetterharten Cowboys, wenn sie nicht im Lauf ihrer Karriere schon öfter Wege gefunden hätten, sich gegen körperlich überlegene Gegner durchzusetzen. Was der Kapitän also seinem Team vor dem Duell rät? „Sagen wir so: ich habe ein paar Hebel gesehen, wie man diese Mannschaft ins Wackeln bringen kann“, sagt Kämpfer. „Die Mittel dafür haben wir. Dafür müssen wir aber ähnlich konzentriert auftreten wie in Eimsbüttel.“

Beim Vorjahresdritten, dem Eimsbütteler TV, hatten die Cowboys zum Saisonstart bekanntlich einen auch in der Höhe überraschenden 3:0-Sieg eingefahren. Dabei hatte sich der Aufsteiger vor Wochen noch selbst einen eher düsteren Oktober prophezeit – durch die lange Corona-Pause und das nur einmalige Training pro Woche schien das seniorige Team noch ordentlich Anlaufzeit zu brauchen. Überdies weilen wegen der Schulferien gleich mehrere Familienväter in Urlaub. Und so müssen die Cowboys gegenüber dem Eimsbütteler Erfolgskader in Lübeck auf Tobias Beiersdorf, Jörn Schneider und Jan Schneider verzichten, wegen Verletzungen stehen zudem dicke Fragezeichen hinter Arne Kämpfer (Wade) und Rüdiger Barth (Sprunggelenk). Immerhin kehren Martin Kauffeldt, Stephan Tischer und Jan Buhrmester in das Aufgebot zurück.

Was diese durchaus wilden Rochaden für das Leistungsvermögen der Cowboys bedeuten? „Ach, wir kennen uns so gut, das macht uns nicht viel aus“, sagt Jörn „Schnippel“ Schneider. „Wie wir spielen, wird wie immer eine Wundertüte.“ Der Spielertrainer will das Match per Live-Ticker im Urlaub verfolgen und freut sich schon darauf: „Wird hoffentlich spannend! Denn wenn es eng wird, sind wir am besten.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × 5 =