Doppeltes Comeback auf Seiten der Pirates

Am Samstagabend trafen die Ostbek Pirates zuhause in der dritten Liga Nord auf den VC Olympia Berlin 2.  Der VCO bildet am Bundesstützpunkt Berlin Nachwuchsathleten aus, die im Volleyball eine Profikariere anstreben und früher oder später für die Deutsche Nationalmannschaft spielen wollen.

Der VCO startet mit einem noch jüngeren Kaderdurchschnitt als der OSV in die 3. Liga und ist gespickt mit einigen Junioren Nationalspielern, die in diesem Jahr Junioren Europameister wurden.

Vor der Partie war allen Piraten somit klar: Der Gegner ist zwar sehr jung, aber auch sehr gut.

 

Der Anfang des Spiels war ein offener Schlagabtausch, Oststeinbek machte genügend Druck im Aufschlag, um den Spielaufbau der Berliner zu stören und selber hatten die Pirates ein stabiles Side-Out.

Somit erspielte sich der OSV im Mitte des ersten Satzes eine vier Punkteführung (14:10). Leider fing ab diesem Zeitpunkt an, der eigene Spielaufbau zu wackeln.

Und der VCO ging nicht nur in Führung, sondern konnte auch den Satz mit 25:22 gewinnen.

Der zweite Satz startete nicht gut für die Pirates, man lag schnell mit 0:5 hinten.

Doch das konnten die Pirates dank eines Blocks und anschließender Aufschlagserie vom Diagonal Angreifer Amir Omerbasic, der das erste Mal seit seiner Verletzung in der Startaufstellung der Pirates stand, wieder ausgleichen.

„Es war schön wieder auf dem Volleyballfeld zurück zukehren, aber ich bin noch lange nicht bei 100% meiner Leistungsfähigkeit. Ich habe noch viel Arbeit vor mir, bis meine Beine sich anfühlen als würden sie mir gehören“, reflektiert der Bosnier Amir das Wochenende mit einem Lachen.

Im weiteren Verlauf des zweiten Satzes machte der VCO Berlin keine Eigenfehler mehr, ganz anders als Oststeinbek und somit ging auch der zweite Satz an VCO Berlin mit 25:21.

Der dritte Satz verlief nicht viel anders als Satz eins und zwei.

Berlin war zu konstant und fehlerfrei im eigen Spielaufbau, wodurch die Pirates keine Chance zum Satz gewinne hatten. Der letzte Satz ging 19:25 aus Sicht der Gastgeber aus und somit verloren die Pirates 0:3 gegen den VCO Berlin.

Doch einen Lichtblick gab es am Samstag, denn nicht nur Amir feierte sein Comeback in der Startaufstellung, sondern auch ein alt bekanntes Gesicht aus der letzten Saison war auf dem Feld der Pirates zum ersten Mal zu sehen.

Björn Domroese spielte im anders farbigem Trikot als Libero für die Pirates, nachdem Christopher der erste Libero der Pirates am Samstag kurzfristig ausfiel.

„Es hat Spaß gemacht wieder zu spielen. Im Kader ist eine interessante Mischung, die noch deutliches Entwicklungspotential bietet. Ich bin gespannt, wie schnell es uns gelingen wird, unsere Leistung zu steigern“, analysiert Domroese das Spiel der Pirates.

Zur ungewohnten Libero Position hat Björn (eigentlich Annahme-Außen Spieler) folgendes gesagt: „Jeder sollte da spielen, wo er für die Mannschaft am wertvollsten ist und seine eigenen Ansprüche hinten anstellen. Da ich erst spät zum Team gestoßen bin, gilt das für mich vielleicht noch ein bisschen mehr.“

 

Nach dem Spiel am Samstag war das Volleyballwochenende noch nicht vorbei für die Ostbek Pirates. Auch Sonntagnachmittag hatten die Pirates zu einem Freundschaftsspiel den USC Münster weiblich eingeladen. Die Damen spielen in der 1. Bundesliga und starten in der kommenden Woche in die Saison.

Es war sozusagen das „Rückspiel“, denn schon letztes Jahr spielten die Pirates in Münster gegen den USC und waren deren „Sparringpartner“.

Das Spiel ist immer ein lustiges Show Match mit attraktiven Ballwechseln.

Die Männer freuen sich, nicht so hoch springen zu müssen auf der Damenhöhe und die Frauen freuen sich, mal die Bälle mit anderen Geschwindigkeiten und aus einer anderen Abschlaghöhe abwehren zu dürfen.

Worauf sich die Männer der Oststeinbeker gar nicht gefreut haben, sind die Aufschläge der Münsteranerinnen annehmen zu müssen. Auf der niedrigen Netzhöhe können die Damen sehr schnell und präzise Aufschlagen, dass sind die Männer nicht gewohnt. Die Pirates verlieren auch das Freundschaftsspiel deutlich, hatten aber trotzdem viel Spaß auf dem Feld.

 

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