Einsatz reicht nur für einen Satz

Als die Ostbek Pirates am Samstagmittag sich auf dem Weg zur ihrer längsten Auswärtsfahrt machten, zum TKC Wriezen, war die Stimmung sehr gut. Ein Grund dafür war Michael Kopf, der den stark dezimierten Kader (s. Vorbericht) der 1. Herren des OSVs unterstützte, eigentlich Spielt der ehemalige Pirate bei den Ostbek Cowboys in der Verbandsliga.

Die Fahrt dauerte vier Stunden und diese war am Anfang des Spiels auch noch in der Leistung der Pirates deutlich zu spüren. Oststeinbeks Trainer, Timo Timpe, nahm die erste Auszeit beim Stand von 4:8 gegen sich. Aufweckende Worte bekamen die Spieler zu hören. Danach spielten sich die Pirates Punkt für Punkt heran, vor allem gelang dies durch den taktischen Zuspielerwechsel, Robert Merkens für Jannis Lange, den die Pirates intern als „Oststeinbeker Rochade“ bezeichnen. In der entscheidenden Phase des ersten Satzes stand es 20:22 aus Sicht des OSV, bis letztendlich zu viele Eigenfehler der Pirates den Satz zu Gunsten der Gastgeber beendeten (25:20).

Der zweite Satz fing genauso träge auf Seiten der Pirates an, wie der erste Satz. Die Reaktion von der Bank war dieses Mal keine frühe Auszeit, sondern die Einwechselung von Michael Kopf für Leonard Lindloff. Der engagierte Einsatz von Micha und seine starken Jump Floats brachten einen schnellen Ausgleich des Spiels (8:8). Leider konnte dieser ausgeglichene Kampf zwischen den Oststeinbeker SV und dem TKC Wriezen nicht bis zum Ende des Satzes durchgehalten werden. Der OSV produzierte zu viele Fehler im eigenem Side-Out und konnte nicht genug Druck auf den TKC Wriezen ausüben. Der Satz ging leider auch an den TKC Wriezen mit 25 zu 21 Punkten.

Auch der dritte Satz lief so weiter, wie der zweite Satz aufhörte. Der Fight wurde nicht von den Ostbek Pirates angenommen und der TKC Wriezen hatte somit leichtes Spiel. Beim Stand von 16:21 aus Sicht der Pirates schien das Spiel mit einem schnellen 3:0 verloren zu sein. Doch wieder war eine Einwechslung ausschlaggebend dafür, dass das Spiel frischen Wind bekam. Eric Jahn kam auf der Zuspielposition für Jannis Lange und erzeugte eine 180 Grad Drehung im Team. Das Team: Kopf und Buße über Außen-Annahme, Lemke und Radtke in der Mitte und Thiel auf der Diagonalposition sowie Jahn im Zuspiel, Kämpften nun um jeden Punkt und zeigten einen Einsatz auf dem Feld, welcher an diesem Samstag Abend noch nicht auf der Seite der Pirates zu sehen war. Es wurde in der Abwehr hinter jeden Ball her gesprungen und im Angriff mutig Verantwortung übernommen. Eric Jahn verteilte die Bälle mit neuem Spielwitz und Cleverness. „Das Team zeigte am Ende des dritten Satzes alles was der OSV braucht, um Spiele zu gewinnen“, analysierte der Kapitän Jannis Lange von außen. Der Satz wurde mit diesen neuen Akzenten noch unglaublich gedreht und ging 27:25 für die Pirates aus.

Im vierten Satz stellte sich der TKC Wriezen, mit Änderungen in der Startaufstellung, auf das neuformierte Team der Pirates ein und brach damit schnell den Aufschwung der Pirates. Der TKC übernahm im vierten Satz schnell die Oberhand und ging deutlich in Führung. Der Satz ging 25:12 aus und der TKC Wriezen gewann das Spiel 3:1.

„Wir haben gezeigt, dass wir Phasenweise ein richtig starkes Niveau spielen können und werden nun weiter hart daran arbeiten, dieses Niveau konstant abzurufen“, ist sich Jannis sicher.

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